Ausstellungen

Krimskrams. Das Erziehungsmethoden der Schwestern Rosa und Carolina Agazzi

Fondazione Caritro, Trient, Eingang Via Garibaldi
4. – 25. Oktober 2025
Dienstag – Samstag, von 16:00 bis 19:00 Uhr
Freier und kostenloser Eintritt

Drei Jahre nach der Veröffentlichung der Monografie „Cianfrusaglie. L’Asilo San Martino di Trento e il metodo delle sorelle Agazzi“ hat die Ente San Martino di Trento das Projekt in der Ausstellungsstätte der Fondazione Caritro in Trient vorgestellt.


„Krimskrams. Das Erziehungsmethoden der Schwestern Rosa und Carolina Agazzi“


Einzigartig in ihrer Art hat die Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit einen bedeutenden Teil der Sammlung von über 2.700 Originalobjekten gezeigt, die den „Museum der Krimskrams“ bilden, einem innovativen Instrument, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts von den italienischen Pädagoginnen Rosa und Carolina Agazzi entwickelt wurde.
Wertvolle historische Zeugnisse eines Bildungswegs, der in der Stadt Trento Generationen von Kindern geprägt hat, das „Museum der Krimskrams“ des San Martino Kindergartens, wurde das Glück gehabt, vom San Martino Verein bewahrt zu werden – der den Kindergarten am 11. Oktober 1899 gründete – auch nach der Einführung modernerer didaktisch-pädagogischer Methoden.
Im Lauf des 20. Jahrhunderts wurde das „Museum der Krimskrams“ im Wesentlichen in allen Kindergärten Trients, in den italienischsprachigen in Südtirol, in Friaul-Julisch Venetien und in Lombardei genutzt, wo Rosa die Idee dazu 1896 geboren hatte: Ein Großteil des Publikums, das die Ausstellung besucht, wird die Gelegenheit haben, über ihr eigenes „Zeichen“ nachzudenken, das auf den Schürzen gestickt oder an den Kleiderhaken angebracht ist.
Die in Trient ausgestellte Ausstellung hat den ideativen Reichtum und die semantische Komplexität einer Methode hervorgehoben, die, indem sie die fortschrittlichsten strukturalistischen Theorien und die pädagogischen Erfahrungen von Jean Piaget vorweggenommen hat, die Bildungspraxis des späten 19. Jahrhunderts revolutioniert hat.

WeiterlesenDie Schwestern stellen sich vor, wie die Kindertagesstätte der Zukunft sein könnte: ein gesunder, positiver, proaktiver Raum, in dem die Potenziale jedes Einzelnen durch die Autonomie im Denken, Urteil und Handeln entfaltet werden können.
Aber wie kann man ein solches Projekt verwirklichen? Wer wird sich darum kümmern? Welche Rolle sollen die Erzieherinnen spielen? Welche Gefühle sollen ihre Handlungen leiten?
Eine Evidenz ist für Rosa und Carolina unumgänglich: Zuneigung, Respekt, ordnungsgemäße und bewusste Verhaltensweisen, Selbstfürsorge und gegenseitige Unterstützung schaffen eine familiäre, ruhige Umgebung. Auch der außerschulische Raum des Kindergartens muss die gleichen Eigenschaften aufweisen, und die Erzieherin hat die Aufgabe, diese Umgebung wiederherzustellen.
Das vom Stefano Giovanazzi entworfene Projekt, das zusammen mit Francesca Cristellotti und Morena Quardi koordiniert wird, wird von der Autonomen Provinz Trento gefördert und umfasst die Zusammenarbeit zahlreicher Institutionen bei der Umsetzung der geplanten Begleitveranstaltungen: die Provinzialverband der Vorschulen von Trento im Hinblick auf die Didaktik, Numero Civico Rovereto für die Organisation und die Interaktion mit den künstlerischen Disziplinen, das Department für Psychologie und Kognitionswissenschaften sowie das Department für Literatur und Philosophie der Universität Trento, Foto Forum und Ar/Ge Kunst aus Bozen sowie das AAC Archiv für zeitgenössische Kunst in Rovereto.
Während der Ausstellung fanden Workshops, Treffen, Konferenzen und Performances statt, bei denen Künstler, Autoren und Experten eingeladen wurden, um Anregungen zu zeitgenössischen kulturellen, künstlerischen, sprachlichen und pädagogischen Praktiken zu geben. Kinder wurden begleitet, um die Ausstellung zu besuchen und an den geplanten Workshops teilzunehmen. Einige der von den Kindern während der Workshops entstandenen Objekte wurden in den letzten Tagen der Ausstellung ausgestellt.

Biografie

Stefano Giovanazzi
Gründer und Kurator des AAC Archivio Arte Contemporanea di Rovereto. Absolvent des Istituto Magistrale Rovereto (TN) und anschließend des Istituto Statale d’Arte, Trient, besuchte in den frühen 80er Jahren die Accademia di Belle Arti di Venezia, wo er bei dem Künstler Emilio Vedova in Malerei diplomierte. Seit 1994 ist er Präsident der Kulturvereinigung Numero Civico. In über dreißig Jahren Tätigkeit hat er Veranstaltungen im Zusammenhang mit zeitgenössischer Kunst und Gedanken kuratiert, darunter Kooperationen mit Künstlern, Musikern und Schriftstellern sowie Museen und kulturellen Institutionen, mit Regierungen und staatlichen Einrichtungen: dem italienischen Senat, dem Ministerium für Kulturgüter und Aktivitäten, der Canadian Embassy, der Gobierno Vasco-Gouvernement Basque (Spanien), dem Instituto Cervantes de Cultura (Spanien), dem British Council (Großbritannien), dem französischen Kulturministerium, dem Institut Français (Frankreich), dem Goethe-Institut (Deutschland).

Francesca Cristellotti
[Evelina Tigliz ist das Pseudonym] Sie hat an der Accademia di Belle Arti di Bologna studiert und Jazzgesang an der Scuola Il Paese degli specchi, Bologna. Als Sängerin, Komponistin und Kuratorin beschäftigt sie sich mit Sound-Installationen, visuellen Installationen und Filmmusik für Künstlervideos. Von 1993 bis 1995 sammelte sie in Bologna Erfahrung als Sängerin in der experimentellen Rockgruppe Sissy Jupe. 1995 nahm sie in Meran an „L’ordine regna soprano“ mit Gas teil, ausschließlich mit Stimme. In Rovereto, im Teatro Zandonai, beim „Concerto Grosso Città Sonore 1“, präsentierte sie Treni, für Stimme, Trompete, Klavier, Percussion und Tastatur. In Trient, im Auditorium S. Chiara, beim „Concerto Grosso Città Sonore 2“, führte sie Canzone per due elementi, für Stimme und Live-Elektronik, auf. In Pergine Valsugana TN, im Castel Pergine, anlässlich von „ONDINE modi di essere del suono“ mit Luciano Olzer, präsentierte sie Voce in carta tostata, für Stimme und Live-Elektronik. 1996 in der FABRIKA in Rovereto stellte sie die Performance Colonna sonora im Rahmen der Installation „Itinerario“ der trentinischen Künstlerin Maria Salvati vor. In Prato, im Museo Pecci, nahm sie an „Performance“ mit Luca Quartana und Francesco Dal Bosco teil. 1997 präsentierte sie H2O Vecchio Oceano bei Falck 44, Sesto San Giovanni, bei Molto spazio Multimedia in Mailand und in der Discoteca Plastic. Im selben Jahr schuf sie die Filmmusik für das Video La Quête der Regisseurin Daniela Luzzini. 1998 führte sie NON evento visivo/sonoro im Sala Espositiva Malpaga, Trento, auf. 1999 in Bologna, bei „Missione Impossibile“, wiederholte sie Vecchio Oceano H2O, eine multimediale Veranstaltung. 2000 in Rovereto und in der Libreria Drake in Trient präsentierte sie Che vita altrimenti vorrestu? Muffe di piccoli erbivori, eine poetisch-soundinstallation. 2001 im Teatro Luigi Bon in Colugna nahm sie an Bismillah Fedele d’Amore. Dante e Rumi, einer Video-Installation, teil. 2006 präsentierte sie Giorno, eine Sound-Installation, im Castello Colonna in Genazzano. 2008 betreute sie in Lana I’m so free, eine Performance mit Publikum.

Morena Quardi
Sie unterrichtete 42 Jahre lang an der Vorschule San Martino in Trient. Präsidentin der Genossenschaft Grazie alla Vita in Mezzolombardo (TN); Vizepräsidentin des San Martino-Verbands in Trient (Gründungsinstitut am 11. Oktober 1898, Ursprung des damaligen Kindergartens San Martino); Förderin von Fortbildungskursen, die vom Diesse (Didaktik und Schulinnovation) organisiert wurden. Seit jeher ist sie sensibel für den kreativen Ansatz in der Bildungsarbeit mit Kindern und nutzt jede Gelegenheit, um sie in die Welt der Kunst einzuführen. Museen wie das Museo Provinciale d’Arte “Palazzo delle Albere” (später Mart), die Galleria Civica, das Centro S. Chiara und das Diözesanmuseum waren die üblichen Stationen im Zusammenhang mit den Bildungsaktivitäten. Gemeinsam mit Lorenza Nardelli und Maria Teresa Fiorillo hat sie das Buch „Maestra, non sono capace“ veröffentlicht, das vom Bildungsdienst der Autonomen Provinz Trient herausgegeben wurde. In Zusammenarbeit mit Francesca Cristellotti und Stefano Giovanazzi hat sie die Monografie „Cianfrusaglie. L’Asilo San Martino di Trento e il metodo delle sorelle Agazzi“ herausgegeben, veröffentlicht vom San Martino-Verbände.
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Nützliche Informationen
Webseite: museodellecianfrusaglie.it/de/
Facebook: ilmuseodellecianfrusaglie
Instagram: ilmuseodellecianfrusaglie

Koordinierung
Hausnummer
Kultureller Verein
Stefano Giovanazzi – Francesca Cristellotti
329 4828149 – 344 1702720

San Martino Organisation
Morena Quardi

Stefano Arienti
Ricalco

Fondazione Caritro, Trient, Eingang Via Garibaldi
4. – 25. Oktober 2025
Dienstag – Samstag, von 16:00 bis 19:00 Uhr
Freier und kostenloser Eintritt

Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Cianfrusaglie. Das pädagogische Konzept von Rosa und Carolina Agazzi“ wurde die Installation eröffnet.

Stefano Arienti „Ricalco“

Eine Reihe von großformatigen Werken, die der Künstler den beiden bedeutenden italienischen Pädagoginnen gewidmet hat.

Das Projekt
Unter Verwendung einfacher Manipulationstechniken, die er seit seiner Kindheit erlernt hat, und durch die Aktivierung linearer, manchmal wiederholter Prozesse verwandelt Stefano Arienti gewöhnliche Gegenstände, oft alltägliche Gebrauchsgegenstände – wie Telefonverzeichnisse, Comics, Zugfahrpläne, Papierblätter, Plakate und Poster – in Skulpturen. Diese Werke bewahren zwar die Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit des verwendeten Materials, offenbaren aber zugleich das Interesse des Künstlers an den kommunikativen Potenzialen, die in Bildern der Popkultur stecken. Die meist verbreiteten und erkennbaren Bilder werden so zu Anhaltspunkten für eine persönliche Neuinterpretation. Durch einfache Gesten wie das Falten von Buchseiten, das Radieren von Teilen eines Posters, das Nachzeichnen von Silhouetten und das Beibehalten nur einiger Punkte oder das Perforieren der Linien eines Bildes verändert der Künstler die unmittelbare Erkennbarkeit des Icons. Dies führt zu einer perceptuellen Verwirrung beim Betrachter und verringert die kommunikative Kraft des ursprünglichen Bildes. Das Verfahren, mit dem Stefano Arienti das Werk schafft, seine einfache Handhabung, ist eng mit der Art verbunden, wie das Werk gedacht und konzipiert wurde: Schon immer interessiert an prozessualer Kunst, insbesondere an der Arbeit von Künstlern wie Alighiero Boetti oder Designern wie Gio Ponti, geht der Künstler mit Ironie an die radikalsten Erfahrungen des 20. Jahrhunderts heran, wie Futurismus, Konzeptkunst, Arte Povera und Minimalismus.

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Stefano Arienti wurde 1961 in Asola, im Mantovano, geboren, aus einer landwirtschaftlichen Familie. Er verbrachte seine Kindheit in einem alten Bauernhaus in der flachen Po-Ebene. Als Jugendlicher entwickelte er Interesse an wissenschaftlichen Studien und zog Ende der Siebziger Jahre nach Mailand, um die Fakultät für Agrarwissenschaften zu besuchen, wo er 1986 seinen Abschluss machte. Während seines Studiums lernte er einige junge Künstler der Mailänder Avantgarde kennen, darunter Corrado Levi, der sein erster Lehrer wurde. Er begann seine künstlerische Laufbahn ohne formale akademische Ausbildung: Seine Kreativität entstand aus Überlegungen, die von der Biologie, der Kunstgeschichte, der asiatischen Kultur bis hin zur Liebe zur Natur reichten, begleitet von einer Leidenschaft für das Sammeln, die er seit seiner Kindheit entwickelte.
1985 nahm er an seiner ersten Gruppenausstellung teil, Muffe, bei der er mit bunten Kreidestiften auf den abblätternden, feuchten Wänden der ehemaligen Elektromotorenfabrik Brown Boveri im Mailänder Stadtteil Isola intervenierte. Bereits hier ist seine Methodik erkennbar: Eingriffe in vorhandene Bilder, Objekte oder Oberflächen, um ihnen ein neues Aussehen und eine neue Bedeutung zu verleihen. Später zeigte er Arbeiten in Ferrara und Mailand; dort hielt er 1986 seine erste Einzelausstellung im Studio von Corrado Levi und 1989 eine Ausstellung im Studio Guenzani: Er präsentierte dem Publikum die Serie Alghe, lange und leichte Plastikstreifen, die von oben herabhingen, sowie Turbinen, Skulpturen, die aus dem Falten von Zeitschriften und industriellem Papier hergestellt wurden. Bei beiden Werkserien ist die prozessuale Seite der Werke sowie die Materialwahl, die aus dem Alltag stammt, entscheidend. Boetti, Munari, Tony Cragg und Carla Accardi, Pino Pascali und Piero Gilardi sind Künstler, die den jungen Arienti maßgeblich beeinflussten.
1990 wurde er eingeladen, an der Sektion „Aperto“ der XLIV. Biennale von Venedig teilzunehmen, und ab 1991 zeigte er Werke im Centro per l’Arte Contemporanea Luigi Pecci in Prato. In diesen Jahren entstanden neue Werkreihen: die Manifesti cancellati, i Libri cancellati und die Diapositive graffiate. In der Mitte der 1990er Jahre festigte seine internationale Anerkennung durch Ausstellungen in renommierten Einrichtungen wie dem Museo Reina Sofia in Madrid. In derselben Zeit begann Arienti mit Experimenten, die sich mit Raum und Gesellschaft beschäftigen, etwa die Murazzi dalla cima, ein Eingriff in einen stark frequentierten Abschnitt des langen Po in der Stadt Torino.
1997 waren seine Werke in bedeutenden Gruppenausstellungen vertreten, darunter „Pittura Italiana“ im Castello di Rivoli und „Fatto in Italia“ im Centre d’Art Contemporain in Genf. Zudem wurde von der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo die erste Monografie über den Künstler veröffentlicht.
2004 widmete ihm das MAXXI – Museo delle Arti del XXI secolo in Rom, in Zusammenarbeit mit der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, die erste große öffentliche Einzelausstellung. Im selben Jahr wurde Arienti Artist in Residence am Isabella Stewart Gardner Museum in Boston, einer renommierten Institution, deren Sammlung von Dekorationskünsten und asiatischer Kunst ihn zu neuer Inspiration anregte. 2007 erhielt er eine weitere bedeutende Residenz an der Artpace in San Antonio, Texas. Derzeit sind die Arbeiten, die mit der Technik des Durchbohrens ausgeführt werden, bei denen eine kleine Bohrmaschine verwendet wird, um verschiedene Materialien zu bearbeiten, hauptsächlich aus dem Alltag entnommen, wie Autotüren, Schallplatten, Makramee-Arbeiten, die die zarten Effekte der gleichnamigen Spitzen auf ungewöhnlichen Trägermaterialien wie Onyx oder Marmor zeigen, sowie zerschnittene Bücher. In den letzten Jahren hat sich der Künstler auch mit großen Installationen von starker Suggestion beschäftigt, wie beispielsweise die namensgebende Installation „Enciclopedia“, die 2009 mit Büchern und geknüllter Wolle im Komplex von Santo Spirito in Sassia in Rom installiert wurde. Ende 2009 wurden viele seiner Werke in einer Einzelausstellung im Palazzo Ducale in Mantua gezeigt. Stefano Arienti hat an der Akademie der Schönen Künste in Bergamo gelehrt und ist seit 2003 Dozent an der Fakultät für Design und Künste an der IUAV-Universität in Venedig.

Il Corso del Coltello

Denkende Bücher
Künstlerbücher und Bilderbücher für Kinder

Originaldokumente vom AAC Archivio Arte Contemporanea Rovereto kurati von Stefano Giovanazzi

Fondazione Caritro, Trient, Eingang via Garibaldi
4. – 25. Oktober 2025
Dienstag – Samstag, von 16:00 bis 19:00 Uhr
Der Eintritt ist frei

Projekt
In der riesigen kreativen, grafischen und künstlerischen Produktion von illustrierten Kinderbüchern und Künstlerbüchern hat Stefano Giovanazzi einige besonders bedeutende Dokumente aus den Materialien des Archivio Arte Contemporanea AAC in Rovereto ausgewählt, die in Bezug auf das Denken von Rosa und Carolina Agazzi von Bedeutung sind.

Im Index Book von Andy Warhol, das zahlreiche Pop-ups enthält, bis hin zu den ausgeschnittenen Büchern von Stefano Arienti, vom Minikatalog Expertise Express von Giancarlo Norese, bis zum Piccolo Teatro von Rébecca Dautremer, sowie die Erfahrungen mit unmöglichen Alphabeten von Michael Snow, oder die radikaleren Objekte von Peter Brötzmann, über Munari, Lodi und Enzo Mari, bis hin zu den von Künstlern gestalteten „Schachteln“, darunter Dennis Oppenheim, Giulio Paolini, Pippilotti Rist – man kann sich mit Techniken, Praktiken, Materialien, Sprachen beschäftigen, all dies sind Bereiche des Flusses zwischen Imaginärem und Realem.

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AAC Archivio Arte Contemporanea
Die Materialien der Ausstellung stammen aus dem Archivio Arte Contemporanea, einem Depot von Objekten und Ideen, das die Erfahrungen einer der ausdrucksstärksten Denkschulen der zeitgenössischen Kunst zusammenfasst. Das Archiv wurde 1980 von Stefano Giovanazzi ins Leben gerufen und hat im Laufe der Jahre 180.000 Dokumente gesammelt und bewahrt – Kunstwerke, Künstlerbücher, Monografien und Zeitschriften, Tonaufnahmen, Videos, Ephemera, Plakate und Fotografien – Zeugnisse von Begegnungen mit den Protagonisten der zeitgenössischen Kunst sowie einigen der bedeutendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen philosophischen und literarischen Reflexionen. Von den Anfängen in Venedig aus haben die Akquisitionen beschleunigt. Heute fördert das Archiv die innovativsten Erfahrungen der zeitgenössischen Kunst durch Leihgaben und betreut Projekte in Zusammenarbeit mit Akademien, Museen, Stiftungen und anderen Institutionen. Die Dokumentensuche konzentriert sich insbesondere auf die ‘Bewegungen’: Futurismus, Dadaismus, Informel, Neodada, Pop Art, Optical Art und Kunstkinetik, Konzeptkunst und Minimal Art, Arte Povera, Transavanguardia, Neue Neue; Situazionismo und Studentenbewegung (’68, ’77), Utopismus und Science-Fiction, Feminismus.

Die Kinder-Ausstellungen
Neuartige Kreationen aus den Cianfrusaglie-Workshops

Ausstellung der Keramiken, die von den Kindern während des Kurses „Keramikskulptur“ hergestellt wurden, der Zeichnungen und Comics, die die Kinder während des Kurses „Visual Storytelling“ erstellt haben, der Illustrationen, die die Kinder während des Kurses „Illustration“ angefertigt haben, sowie der Aktivitäten, die die Kinder während des Kurses „Theater“ durchgeführt haben.

Fondazione Caritro, Trient, Eingang Via Garibaldi
4. – 25. Oktober 2025
Dienstag – Samstag, von 16:00 bis 19:00 Uhr
Freier und kostenloser Eintritt

Das Projekt. Anlässlich der ersten Ausstellung der Originaldokumente, die das „Museum der Kramteile des San Martino Kindergartens in Trient“ bilden, wurde geplant, eine besondere Veranstaltung für die Kinder zu organisieren, die die fünf geplanten Workshops besucht haben: Die während der Workshops entstandenen Objekte wurden nur wenige Tage nach ihrer Herstellung innerhalb des Ausstellungswegs gezeigt.
Das Präsentieren der von den Kindern während der kreativen Workshops gefertigten Werke ist aus verschiedenen Gründen von grundlegender Bedeutung. Zunächst einmal, wie bereits erwähnt, hilft dieser Prozess den Kindern, ein Bewusstsein für ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Das Sichtbarmachen des greifbaren Ergebnisses ihres Engagements und ihrer Kreativität stärkt das Selbstvertrauen und fördert ein Gefühl der Erfüllung.
Zweitens fördert die Ausstellung ihrer Arbeiten die Selbstbewertung und Reflexion. Die Kinder lernen, ihr Verhalten zu bewerten, ihre Stärken und Verbesserungsbereiche zu erkennen, und entwickeln so kritische und analytische Fähigkeiten. Dieser Reflexionsprozess ist essenziell für ihre kognitive und soziale Entwicklung.